
- von bleeme. Redaktion
Mönchspfeffer und Yamswurzel in den Wechseljahren: was die Studien zeigen
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Ratgeber / Nährstoffwissen
Die kurze Antwort: Mönchspfeffer ist gut untersucht – vor allem für die Tage vor der Periode (PMS). In der Perimenopause, solange der Zyklus noch läuft und PMS-ähnliche Beschwerden auftreten, kann er sinnvoll sein. In einer Studie mit Frauen in den Wechseljahren gingen unter Mönchspfeffer auch Hitzewallungen und Ängstlichkeit stärker zurück als unter Placebo. Yamswurzel enthält Diosgenin und wird traditionell in hormonellen Übergangsphasen genutzt. Im Hormon Komplex kombinieren wir beide mit aktivem Vitamin B6, das zur Regulierung der Hormontätigkeit beiträgt.
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) wirkt nicht wie ein Hormon. Seine Inhaltsstoffe docken an Dopamin-Rezeptoren in der Hirnanhangdrüse an und dämpfen so die Ausschüttung von Prolaktin. Ein leicht erhöhtes Prolaktin in der zweiten Zyklushälfte wird mit Brustspannen und anderen prämenstruellen Beschwerden in Verbindung gebracht. Daraus ergibt sich das Anwendungsgebiet: der Zyklus, genauer das prämenstruelle Syndrom.
Genau dafür hat die EMA einen bestimmten Trockenextrakt als „well-established use“ eingestuft – also mit ausreichender klinischer Evidenz. Andere Zubereitungen sind als traditionelles Mittel bei leichten Beschwerden vor der Periode registriert. Wie Mönchspfeffer im Zyklus wirkt und wie lange es dauert, steht ausführlich im Artikel Zyklus und Hormonbalance.
Prolaktin kennen die meisten als Stillhormon. Es wird aber auch sonst ausgeschüttet, etwa bei Stress oder nachts. Ist es dauerhaft leicht erhöht, bremst es die Signale, die die Hirnanhangdrüse an die Eierstöcke schickt. Die Folge: Der Eisprung fällt schwächer aus, der Gelbkörper, der danach entsteht, bildet weniger Progesteron, und die zweite Zyklushälfte wird kürzer. Typisch sind dann Brustspannen, Unruhe und Schmierblutungen vor der Periode.
Hier setzt Mönchspfeffer an: Seine Inhaltsstoffe wirken über Dopamin-Rezeptoren und dämpfen die Prolaktin-Ausschüttung. In einer placebokontrollierten Studie mit 52 Frauen, deren zweite Zyklushälfte wegen leicht erhöhtem Prolaktin verkürzt war, sank unter Mönchspfeffer-Extrakt nach drei Monaten die Prolaktinausschüttung, und die zweite Zyklushälfte wurde wieder länger. Gerade in der Perimenopause ist das spannend, weil dort oft zuerst das Progesteron nachlässt. Woran du das erkennst und was den Gelbkörper stärkt, erklärt der Ratgeber Progesteronmangel: Symptome, Ursachen und was hilft.
Für die Wechseljahre gibt es kontrollierte Studien mit interessanten Ergebnissen – die Forschung dazu läuft weiter.
Zusammen ergibt das eine klare Linie: Mönchspfeffer passt dort, wo er traditionell genutzt wird – bei zyklusabhängigen Beschwerden. In der Perimenopause gibt es die noch, oft sogar verstärkt. Genau deshalb ist er gerade in dieser Phase interessant.
Bei Mönchspfeffer sagt die Milligramm-Zahl allein wenig. Drei Angaben machen Präparate vergleichbar:
In den Studien zu Zyklus und Wechseljahren wurde Mönchspfeffer täglich genommen, über acht bis 16 Wochen. Morgens passt gut, weil Prolaktin in den frühen Morgenstunden am höchsten ist. Nimmst du mehrere Präparate mit Mönchspfeffer, addieren sich die Mengen, deshalb bleibst du bei einem.
Im Hormon Komplex sind alle drei Angaben ausgewiesen: 20mg Mönchspfeffer-Extrakt 10:1, standardisiert auf 0,5 % Agnuside, also 100µg Agnuside pro Tag, verteilt auf 2 Kapseln direkt nach dem Aufstehen. Dazu kommen 25mg Vitamin B6 als P-5-P. Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei.
Die Wilde Yamswurzel (Dioscorea villosa) hat ihren Ruf einer Geschichte aus der Chemie zu verdanken. In den 1940er-Jahren entwickelte der US-Chemiker Russell Marker ein Verfahren, um aus Diosgenin – einem Pflanzenstoff aus mexikanischen Yamswurzel-Arten – im Labor Progesteron herzustellen. Das machte Progesteron erstmals billig verfügbar und legte die Grundlage für spätere Hormonpräparate.
Daraus entstand die Vorstellung, Yamswurzel liefere „natürliches Progesteron“. Tatsächlich findet die Umwandlung im Labor statt, über mehrere chemische Reaktionsschritte. Als Pflanze wird Yamswurzel heute vor allem traditionell in hormonellen Übergangsphasen genutzt.
Untersucht wurde Yamswurzel bisher vor allem als Creme, etwa von Komesaroff und Kollegen mit 23 Frauen in den Wechseljahren. In Kapseln setzen viele Frauenformeln heute auf einen Extrakt, der auf Diosgenin standardisiert ist – die Forschung dazu läuft weiter.
Aus den Studien lässt sich eine einfache Faustregel ableiten: Mönchspfeffer passt zu Beschwerden, die dem Zyklus folgen – und damit genau in die Perimenopause, solange die Periode noch kommt.
Ein Zyklustagebuch über zwei bis drei Monate hilft bei der Einordnung: Häufen sich die Beschwerden vor der Periode und lassen danach nach, spricht das für einen Zyklusbezug. Treten sie unabhängig davon auf, eher für den Übergang selbst. Das Tagebuch ist auch für das Gespräch in der gynäkologischen Praxis wertvoll.
Die Deutsche Menopause Gesellschaft ordnet Mönchspfeffer speziell für Wechseljahresbeschwerden ein, die vor allem vor der Menstruation auftreten, etwa bei Blutungsunregelmäßigkeiten, Brustspannen und PMS. Das zieht eine klare Linie:
Mönchspfeffer arbeitet über den Regelkreis zwischen Gehirn und Eierstöcken, und der stellt sich über Zyklen um, nicht über Tage. Beim Hormon Komplex zeigen sich erste Veränderungen häufig ab Woche 3 bis 4, die volle Wirkung nach 8 bis 10 Wochen. Plane deshalb mindestens drei Zyklen ein, das sind drei Dosen; im 3er-Pack kostet der Hormon Komplex 1,27 € am Tag.
Woran du es merkst, zeigt dein Zyklustagebuch: Wie viele Tage liegen zwischen Eisprung und Periode? Wie stark sind Brustspannen und Unruhe in der Woche davor? Kommen Schmierblutungen seltener? Vergleiche dafür den dritten Zyklus mit dem ersten.
Die S3-Leitlinie 2026 zu Peri- und Postmenopause beschreibt bei Hitzewallungen mehrere Wege, von Lebensstil über pflanzliche Extrakte bis zu ärztlich begleiteten hormonellen Optionen. Mönchspfeffer und Yamswurzel setzen an einer eigenen Stelle an – beim Zyklus und in hormonellen Übergangsphasen:
| Inhaltsstoff | Was Studien zeigen | Im Hormon Komplex |
|---|---|---|
| Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) | von der EMA für PMS anerkannt; in einer Studie mit 52 Frauen in den Wechseljahren nach 8 Wochen weniger Hitzewallungen und Ängstlichkeit als unter Placebo | 20mg Extrakt 10:1 mit 100µg Agnusiden |
| Yamswurzel (Dioscorea villosa) | traditionell in hormonellen Übergangsphasen genutzt, wird weiter untersucht | 100mg Extrakt mit 20mg Diosgenin |
| Vitamin B6 (P-5-P) | trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei | 25mg |
Einen Überblick, wann die Wechseljahre beginnen und welche Beschwerden typisch sind, gibt der Artikel Perimenopause: ab wann, Symptome und was hilft.
Mönchspfeffer wächst als Strauch an Flussufern des Mittelmeerraums. Schon in der Antike galt er als Frauenpflanze, im Mittelalter sollen Mönche die pfefferartigen Früchte gekaut haben, um ihre Enthaltsamkeit zu erleichtern – daher die Namen Mönchspfeffer und Keuschlamm. Die Yamswurzel stammt aus Nord- und Mittelamerika. Indigene Heilkundige nutzten sie gegen Krämpfe und Koliken, ihr englischer Beiname „colic root“ erinnert daran.
Was heute untersucht ist: Bei Mönchspfeffer gute Belege für PMS; zu den Wechseljahren läuft die Forschung, mit ersten positiven Ergebnissen. Yamswurzel wird traditionell in hormonellen Übergangsphasen genutzt und weiter untersucht. Das Memorial Sloan Kettering Cancer Center weist zudem auf östrogenartige Effekte der Yamswurzel in Laborstudien hin.
Vor allem in der Perimenopause, solange der Zyklus noch läuft und PMS-ähnliche Beschwerden auftreten. In einer Studie mit Frauen in den Wechseljahren gingen unter Mönchspfeffer auch Hitzewallungen stärker zurück als unter Placebo; die Forschung dazu läuft weiter.
Nein. Mönchspfeffer beeinflusst die Prolaktin-Ausschüttung, nicht die Zahl der Eizellen oder den Zeitpunkt der Menopause.
Studien zum Zyklus rechnen mit mindestens drei Monaten. Die Wechseljahre-Studie von Naseri lief acht Wochen.
Die Umwandlung findet im Labor statt: Dort ist Diosgenin aus der Yamswurzel der Ausgangsstoff für die Progesteron-Herstellung. Als Pflanze wird Yamswurzel traditionell in hormonellen Übergangsphasen genutzt.
Beide setzen unterschiedlich an: Mönchspfeffer passt zu zyklusabhängigen Beschwerden in der Perimenopause, solange die Periode noch kommt, und in einer Studie mit 52 Frauen in den Wechseljahren gingen unter Mönchspfeffer nach 8 Wochen auch Hitzewallungen stärker zurück als unter Placebo. Traubensilberkerze (Cimicifuga) wird vor allem bei Hitzewallungen eingesetzt.
Nur nach ärztlicher Rücksprache. Mönchspfeffer greift in die hormonelle Steuerung ein, Wechselwirkungen mit Östrogenen und Antiöstrogenen sind denkbar.
Es gibt kein festes Alter. Sinnvoll ist er, solange ein Zyklus besteht und zyklusabhängige Beschwerden auftreten – also auch in der Perimenopause, aber nicht mehr nach der Menopause.
Er ist kein Hormon und enthält keine Hormone. Seine Inhaltsstoffe wirken über Dopamin-Rezeptoren auf die Ausschüttung von Prolaktin.
Achte auf drei Angaben: Extraktmenge pro Tag, Auszugsverhältnis und Agnusid-Gehalt. Der Hormon Komplex liefert 20mg Mönchspfeffer-Extrakt 10:1 mit 100µg Agnusiden in 2 Kapseln morgens. Nimm nur ein Präparat mit Mönchspfeffer, sonst addieren sich die Mengen.
Ein dauerhaft leicht erhöhtes Prolaktin bremst die Signale an die Eierstöcke. Der Gelbkörper bildet dann weniger Progesteron, und die zweite Zyklushälfte wird kürzer. Mönchspfeffer dämpft über Dopamin-Rezeptoren die Prolaktin-Ausschüttung.
Viele Frauen bemerken beim Hormon Komplex erste Veränderungen im Zyklus ab Woche 3 bis 4, die volle Wirkung nach 8 bis 10 Wochen. Am besten passt Mönchspfeffer, wenn die Beschwerden dem Zyklus folgen. Ein Zyklustagebuch über drei Zyklen zeigt dir, was sich tut.
Nach der Menopause fehlt der Zyklus, an dem Mönchspfeffer ansetzt, und der Eisenbedarf sinkt. Für diese Zeit findest du passende Komplexe, etwa den Schlaf Komplex für die Nacht, in unserer Übersicht Nahrungsergänzung für Perimenopause und Wechseljahre.
Im Hormon Komplex stecken beide Pflanzen – und wir sagen offen, wofür. Mönchspfeffer-Extrakt 10:1 ist mit einem ausgewiesenen Gehalt von 100µg Agnusiden enthalten, für den Zyklus und damit für die Jahre, in denen er noch läuft. Yamswurzel-Extrakt ist auf 20mg Diosgenin standardisiert, wie in vielen Frauenformeln. Yamswurzel wird traditionell in hormonellen Übergangsphasen genutzt und rundet die Formel ab.
Die Formel setzt außerdem auf Nährstoffe mit klarer Rolle: 25mg Vitamin B6 als P-5-P – Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei –, 20mg Eisen als Bisglycinat für stärkere Blutungen in der Perimenopause, 160mg Magnesium und 800µg Folat als 5-MTHF. Nach der letzten Periode sinkt der Eisenbedarf – für die Zeit danach findest du die passenden Komplexe in unserer Übersicht Nahrungsergänzung für Perimenopause & Wechseljahre.
Der Hormon Komplex ist für die Jahre gebaut, in denen die Periode noch kommt – für entspanntere Tage im Zyklus und mehr Energie: Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Eine Dose mit 60 Kapseln reicht 30 Tage und kostet 39,95 €, das sind 1,33 € am Tag, im 3er-Pack 1,27 € für rund drei Zyklen. Nimm den Hormon Komplex direkt nach dem Aufstehen, 30 Minuten vor dem Frühstück, und nicht zusammen mit dem Energie Komplex, weil beide Eisen enthalten. Hormon Komplex ansehen →
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.