
- von bleeme. Redaktion
Eisenmangel erkennen: Ferritin, Referenzwerte und warum die passende Eisenmenge zählt
- von bleeme. Redaktion
Ihr Warenkorb ist leer.
Nicht sicher, wo du anfangen sollst?
Lass dich inspirieren
Für dein bestes Einkaufserlebnis nutzen wir Cookies. Klingt gut?

Ratgeber / Nährstoffwissen
Die kurze Antwort: Eisenmangel erkennt man am Ferritin, nicht am Hämoglobin. Die WHO setzt die Grenze bei gesunden Erwachsenen ab 5 Jahren bei unter 15µg/l an; liegt gleichzeitig eine Entzündung vor, gilt bereits unter 70µg/l als Mangel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Eisen gezielt zu ergänzen, wenn die Blutwerte einen Bedarf zeigen – und das mit ärztlicher Begleitung. Und es kommt auf die passende Menge an, denn der Körper steuert die Aufnahme über das Hormon Hepcidin selbst.
Eisenmangel läuft in drei Stufen ab. Zuerst leeren sich die Speicher – das sieht man am Ferritin. Dann sinkt die Menge Eisen, die im Blut transportiert wird, erkennbar an der Transferrinsättigung und am löslichen Transferrinrezeptor. Erst am Ende, wenn der Nachschub für die Blutbildung wirklich fehlt, fällt das Hämoglobin und man spricht von einer Eisenmangelanämie.
Das erklärt eine sehr häufige Situation: Es wird das kleine Blutbild gemessen, der Hb-Wert ist normal, und die Person geht mit dem Satz nach Hause, ihre Eisenwerte seien in Ordnung. Gemessen wurde aber gar kein Eisenwert. Wer wissen will, ob die Speicher leer sind, muss Ferritin bestimmen lassen – das ist ein eigener Laborparameter und nicht Teil des Blutbilds.
Ferritin ist ein Akute-Phase-Protein. Bei Infekten, chronischen Entzündungen, Lebererkrankungen, Adipositas oder nach einer Operation steigt es an, unabhängig vom tatsächlichen Eisenspeicher. Ein Ferritin von 45µg/l kann bei laufendem Infekt einen leeren Speicher kaschieren. Genau deshalb hat die WHO 2020 einen zweiten, deutlich höheren Grenzwert für Menschen mit Entzündung festgelegt.
| Gruppe | Eisenmangel | Eisenmangel bei Entzündung | Hinweis auf Überladung |
|---|---|---|---|
| Kinder unter 5 Jahren | unter 12µg/l | unter 30µg/l | nicht definiert |
| Ab 5 Jahren, Frauen | unter 15µg/l | unter 70µg/l | über 150µg/l |
| Ab 5 Jahren, Männer | unter 15µg/l | unter 70µg/l | über 200µg/l |
| Schwangerschaft, 1. Trimester | unter 15µg/l | – | – |
Ein Hinweis zur Einordnung: Diese WHO-Werte definieren den gesicherten Mangel. In der klinischen Praxis wird ein Ferritin unter 30µg/l häufig bereits als behandlungsbedürftig angesehen, insbesondere bei Symptomen. Was für dich gilt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand des Gesamtbilds, nicht eine Tabelle.
Was im Laborbefund unter „Eisen“ zusammengefasst wird, sind mehrere Werte, die Unterschiedliches messen. Im kleinen Blutbild steckt davon nur einer: das Hämoglobin. Ferritin, Transferrinsättigung und die übrigen Eisenwerte gehören nicht zum Blutbild und müssen eigens angefordert werden. Die drei Stufen eines Eisenmangels zeigen, warum das so wichtig ist – jeder Wert schlägt zu einem anderen Zeitpunkt an.
| Wert | Was er zeigt | Unauffällig bei Frauen | Unauffällig bei Männern | Hinweis auf Mangel |
|---|---|---|---|---|
| Ferritin | Füllstand der Speicher | 15–150µg/l | 15–200µg/l | unter 15µg/l (WHO), zunehmend unter 30µg/l; bei Entzündung unter 70µg/l |
| Transferrinsättigung | wie viel Eisen gerade im Blut transportiert wird | 16–45 % | 16–45 % | 15 % und weniger |
| Hämoglobin (Hb) | roter Blutfarbstoff, Teil des kleinen Blutbilds | ab 12 g/dl | ab 13 g/dl | darunter liegt eine Anämie vor (WHO) |
| Löslicher Transferrinrezeptor | wie stark die Blutbildung nach Eisen „hungert“ | etwa 1,9–4,4mg/l | etwa 2,2–5,0mg/l | erhöht; auch bei Entzündung verwertbar |
| Retikulozyten-Hämoglobin | Eisen in den jüngsten roten Blutkörperchen | ab 26 pg | ab 26 pg | unter 26 pg |
| Serumeisen | Momentaufnahme | schwankt stark über den Tag und nach Mahlzeiten | allein nicht aussagekräftig | |
Die Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messverfahren, beim löslichen Transferrinrezeptor besonders deutlich. Maßgeblich ist der Bereich, der auf deinem Befund steht. Die Werte in der Tabelle stammen aus der WHO-Leitlinie von 2020 und der Onkopedia-Leitlinie zu Eisenmangel von 2025. Dort wird auch festgehalten, dass sich in der Fachwelt zunehmend 30µg/l als untere Ferritin-Grenze durchsetzt – unabhängig vom Geschlecht.
Praktisch heißt das: Wer wissen will, ob ein Eisenmangel vorliegt, lässt mindestens Ferritin, CRP und das kleine Blutbild bestimmen. Ist Ferritin wegen einer Entzündung schwer zu deuten, helfen Transferrinsättigung und der lösliche Transferrinrezeptor weiter.
Auf dem Laborbefund stehen die Eisenwerte meist als Abkürzungen, daneben der Referenzbereich des Labors. Die Tabellen weiter oben richten sich vor allem nach den WHO-Grenzen für Mangel und Überladung. Der Referenzbereich auf deinem Befund beschreibt dagegen, wo die Werte der meisten gesunden Menschen liegen. Deshalb weichen die Zahlen etwas voneinander ab.
Die folgenden Bereiche nennt die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO, Onkopedia, Stand 2025). Für die Transferrinsättigung gelten bei Frauen und Männern 16–45 %, wie in der Tabelle oben.
| Wert | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| Hämoglobin (Hb) | 12,3–15,3g/dl | 14,0–17,5g/dl |
| Ferritin | 15–150µg/l | 30–400µg/l |
| Transferrin (Tf) | 200–400mg/dl | 200–400mg/dl |
| MCV | 80–96 fl | 80–96 fl |
| MCH | 28–33 pg | 28–33 pg |
Für das Serumeisen nennt das MSD Manual als typische Werte 60–140µg/dl bei Frauen und 75–150µg/dl bei Männern. Weil es über den Tag und nach dem Essen stark schwankt, wird es nur zusammen mit Transferrin und Transferrinsättigung gelesen. Das MSD Manual zeigt auch, wie sehr sich Labore unterscheiden: Es nennt für die Transferrinsättigung 20–50 % und für Ferritin 30–300µg/l. Maßgeblich ist deshalb immer der Bereich, der auf deinem Befund steht.
Ein einzelner niedriger Wert sagt wenig. Aussagekräftig wird der Befund erst im Zusammenspiel der Werte:
Die Einordnung deiner Werte übernimmt deine Ärztin oder dein Arzt. Zeigt dein Befund, dass deine Speicher Nachschub brauchen, findest du gut verträgliches Eisen bei unseren Eisenbisglycinat Kapseln: 20mg im Hormon Komplex, solange deine Periode noch kommt, oder 12mg im Energie Komplex. Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei.
Eisen ist der älteste Nährstoff der Medizingeschichte – und die drei Begriffe, um die es in diesem Artikel geht, stammen aus drei völlig verschiedenen Jahrhunderten.
Dass überhaupt Eisen im Blut steckt, bewies 1745 ein Italiener mit einem Magneten. Vincenzo Menghini verbrannte Blut zu Asche, führte ein Messer mit magnetisierter Klinge hindurch – und die Eisenteilchen blieben daran hängen. Bis dahin war die Rolle des Metalls im Körper reine Spekulation. Behandelt wurde mit Eisen allerdings längst: mit Eisenfeilspänen in Wein, mit Wasser aus eisenhaltigen Quellen und mit glühendem Eisen abgeschrecktem Wasser – gegen die Bleichsucht, das historische Bild der Eisenmangelanämie.
Ferritin wurde 1937 entdeckt, isoliert aus Pferdemilz vom tschechischen Physiologen Vilém Laufberger. Es ist ein hohles Proteingehäuse, in dem bis zu viertausend Eisenatome sicher verwahrt werden – der Körper lässt Eisen nicht frei herumliegen, weil es in freier Form Zellschäden verursacht. Dass ein kleiner Teil dieses Speicherproteins ins Blut übertritt und dort messbar ist, macht es zum Marker.
Hepcidin ist der Neuzugang. Es wurde erst um das Jahr 2000 beschrieben – und zwar zunächst als antimikrobielles Peptid aus der Leber, daher der Name. Kurz darauf stellte sich heraus, dass dasselbe Molekül die Eisenaufnahme im Darm reguliert. Beides passt zusammen: Bei einer Infektion fährt der Körper die Eisenverfügbarkeit herunter, weil auch Bakterien Eisen zum Wachsen brauchen. Man nennt das Nährstoff-Immunität.
Eisenbisglycinat schließlich stammt aus der Chelatchemie des 20. Jahrhunderts: Das Eisen-Ion wird von zwei Molekülen der Aminosäure Glycin umschlossen und dadurch im Darm weniger reaktiv – was der Grund für die bessere Verträglichkeit ist.
Was heute untersucht ist: Der Nutzen einer Eisengabe bei nachgewiesenem Mangel ist unstrittig und gehört zu den am besten belegten Interventionen der Ernährungsmedizin überhaupt. Aktiv erforscht wird dagegen das Wie: Dosisintervall, Form, Tageszeit und die Frage, ab welchem Ferritinwert eine Behandlung sinnvoll beginnt. Und auch die Forschung zur Eisenüberladung fließt ein – sie zeigt, warum die passende Menge zählt.
Die Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beziehen sich auf die Gesamtzufuhr aus Nahrung und Ergänzung zusammen – beides zählt also gemeinsam.
| Gruppe | DGE-Referenzwert pro Tag |
|---|---|
| Männer ab 19 Jahren | 11mg |
| Frauen, menstruierend | 16mg |
| Frauen nach der Menopause | 14mg |
| Schwangere | 27mg |
Eine Besonderheit von Eisen steht nicht in dieser Tabelle, sondern in der Empfehlung der DGE: Eisen gezielt dann ergänzen, wenn die Blutwerte einen Bedarf zeigen – mit ärztlicher oder fachlicher Begleitung. Mit einem Ferritin-Check weißt du, ob deine Speicher Nachschub brauchen und welche Menge zu dir passt. Warum das sinnvoll ist, steht weiter unten im Abschnitt „Worauf du bei Eisen achten solltest“.
Der Körper hat keinen Mechanismus, um überschüssiges Eisen aktiv auszuscheiden. Er reguliert deshalb am Eingang: Über das Leberhormon Hepcidin drosselt er die Aufnahme im Dünndarm. Nach einer größeren oralen Eisendosis steigt Hepcidin an und bleibt etwa 24 Stunden erhöht. Eine zweite Dosis am selben oder am nächsten Tag trifft also auf eine bereits heruntergefahrene Aufnahme.
Aus dieser Physiologie folgt ein kontraintuitives Ergebnis. In zwei randomisierten Studien an eisenarmen Frauen (Stoffel et al., The Lancet Haematology 2017) wurde der Anteil des tatsächlich aufgenommenen Eisens verglichen. Ergebnis: Gaben an aufeinanderfolgenden Tagen wurden anteilig schlechter aufgenommen als Gaben jeden zweiten Tag, und eine einzelne Morgendosis schnitt besser ab als dieselbe Menge auf zwei Gaben verteilt. Eine Folgeuntersuchung an anämischen Frauen bestätigte das Muster.
Zur Einordnung: Diese Studien messen die relative Aufnahme. Eine 2025 veröffentlichte doppelblinde Pilotstudie an eisenarmen jungen Frauen fand bei den Blutwerten Vorteile für die tägliche Gabe. Beide Wege haben also gute Argumente: die tägliche Einnahme ebenso wie die Alternate-Day-Strategie, die physiologisch gut begründet ist und bei empfindlichem Magen häufig empfohlen wird. Wer eine Eisentherapie macht, stimmt das Schema am besten mit der behandelnden Praxis ab.
| Form | Besonderheit | Verträglichkeit |
|---|---|---|
| Eisen(II)-sulfat | Standard in der Therapie, gut untersucht, günstig | häufig Magen-Darm-Beschwerden |
| Eisen(II)-fumarat oder -gluconat | ebenfalls zweiwertig, ähnliche Aufnahme | etwas besser als Sulfat |
| Eisenbisglycinat | an zwei Glycin-Moleküle gebunden, wird als Chelat aufgenommen | in Studien am besten verträglich |
| Eisen(III)-Verbindungen | muss erst reduziert werden | schlechtere Aufnahme |
Bisglycinat ist die Form, die in Vergleichsstudien am wenigsten Magen-Darm-Beschwerden verursacht und weniger stark von Nahrungsbestandteilen gehemmt wird. Bei Schwangeren fand eine Meta-Analyse unter Bisglycinat zudem höhere Hämoglobinwerte (mehr dazu weiter unten). Der große Vorteil ist die Verträglichkeit – und das ist bei einer Substanz, die viele Menschen wegen Übelkeit und Verstopfung absetzen, ein echter Pluspunkt.
Pflanzliches Nicht-Häm-Eisen wird zu etwa 5 bis 12 Prozent aufgenommen, Häm-Eisen aus Fleisch zu etwa 15 bis 25 Prozent. Der Unterschied lässt sich aber deutlich beeinflussen.
Ein gutes Eisenpräparat erkennst du nicht am höchsten Milligramm-Wert, sondern daran, ob Form, Menge und Einnahme zu deinem Ferritinwert passen. Für die Form gibt es inzwischen belastbare Zahlen: Eine Meta-Analyse von 17 randomisierten Studien mit rund 1.100 Schwangeren und Kindern fand bei Schwangeren unter Eisenbisglycinat höhere Hämoglobinwerte und rund 64 % seltener Magen-Darm-Beschwerden als unter anderen Eisensalzen.
Und am besten: erst messen, dann gezielt ergänzen. Ferritin und CRP zeigen dir, wie gut deine Speicher gefüllt sind. Eisen als Bisglycinat steckt bei uns im Energie Komplex mit 12mg Eisen als Bisglycinat und im Hormon Komplex mit 20mg Eisen.
Bei Eisen zählt die passende Menge. Zu viel kann kurzfristig auf Magen und Darm schlagen, mit Verstopfung oder dunkel gefärbtem Stuhl; langfristig kann sich überschüssiges Eisen in Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse einlagern. Rund einer von 200 Menschen mit nordeuropäischer Abstammung trägt die Genvariante für eine Hämochromatose und nimmt Eisen verstärkt auf, häufig ohne es zu wissen. Für diese Menschen ist zusätzliches Eisen nicht geeignet – hier gehört die Entscheidung in ärztliche Hände.
Spannend ist auch der Blick auf den Darm: Freies Eisen im Darm verändert das Mikrobiom und kann bei laufender Infektion Krankheitserreger begünstigen – genau der Grund, aus dem der Körper bei Infekten selbst die Eisenverfügbarkeit herunterfährt. Deshalb gilt bei Eisen die einfache Regel: erst messen, dann gezielt ergänzen.
Nach WHO bei Erwachsenen ab 15µg/l abwärts, bei gleichzeitiger Entzündung ab 70µg/l abwärts. In der Praxis wird ein Wert unter 30µg/l bei passenden Symptomen häufig bereits behandelt. Die Entscheidung gehört in ärztliche Hand.
Nein. Hämoglobin fällt erst, wenn die Speicher bereits leer sind. Ein normaler Hb-Wert schließt einen Eisenmangel nicht aus. Ferritin ist der Wert, der zuerst reagiert.
Weil Ferritin bei Entzündung steigt und dann einen vollen Speicher vortäuscht. Ohne Entzündungsmarker lässt sich ein Ferritin von 40 oder 60µg/l nicht sicher interpretieren. Die WHO hat den zweiten Grenzwert von 70µg/l genau deshalb eingeführt.
Es trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei, zum normalen Sauerstofftransport, zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zur normalen kognitiven Funktion und zur normalen Funktion des Immunsystems. Besonders gefragt ist Eisen bei erhöhtem Bedarf, etwa durch eine starke Periode.
Blutwerte wie Retikulozyten reagieren innerhalb von ein bis zwei Wochen, das Hämoglobin normalisiert sich meist in vier bis acht Wochen. Die Ferritinspeicher brauchen typischerweise drei bis sechs Monate. Deshalb wird eine Therapie üblicherweise über das Verschwinden der Symptome hinaus fortgeführt – und danach kontrolliert.
Physiologisch spricht viel für jeden zweiten Tag, weil Hepcidin die Aufnahme nach einer Dosis rund 24 Stunden lang drosselt. Eine Pilotstudie von 2025 fand bei den Blutwerten dagegen Vorteile für die tägliche Gabe – beide Wege sind also gut begründet. Bei empfindlichem Magen ist das Zwei-Tages-Schema ein sinnvoller erster Versuch – abgestimmt mit der behandelnden Praxis.
Für die Verträglichkeit Bisglycinat, das ist gut belegt. Bei Schwangeren fand eine Meta-Analyse unter Bisglycinat zudem höhere Hämoglobinwerte. Bei einer ärztlich geführten Therapie eines ausgeprägten Mangels bleibt Sulfat der Standard.
Die Referenzwerte sind dieselben, aber pflanzliches Eisen wird schlechter aufgenommen. Praktisch bedeutet das: mehr Aufmerksamkeit für Kombinationen mit Vitamin C, für Einweichen und Keimen von Hülsenfrüchten und für den Abstand zu Kaffee und Tee. Eine regelmäßige Ferritinkontrolle ist sinnvoll.
Besser nicht. Calcium hemmt die Eisenaufnahme messbar. Wenn du beides ergänzt, leg mindestens zwei Stunden dazwischen.
Am besten mit einem kurzen Check vorab – bei Eisen lohnt sich das besonders. Der Körper kann Überschuss nicht aktiv ausscheiden, und bei einer unerkannten Hämochromatose ist zusätzliches Eisen nicht geeignet. Mit deinem Ferritinwert weißt du, wie es um deine Speicher steht.
Als unauffällig gelten ein Hämoglobin ab 12 g/dl, ein Ferritin zwischen 15 und 150µg/l und eine Transferrinsättigung zwischen 16 und 45 %. Die genauen Referenzbereiche hängen vom Labor ab; zunehmend wird ein Ferritin unter 30µg/l bereits als Mangel gewertet.
Im kleinen Blutbild steht nur das Hämoglobin, dazu rote Blutkörperchen und Größenwerte wie MCV. Ferritin, Transferrinsättigung und der lösliche Transferrinrezeptor gehören nicht dazu und müssen eigens bestimmt werden.
Laut der DGHO-Leitlinie liegt der Referenzbereich für Hämoglobin bei Frauen bei 12,3 bis 15,3g/dl und bei Männern bei 14,0 bis 17,5g/dl. Die WHO spricht bei Erwachsenen bis 65 Jahren von einer Anämie, wenn der Hb-Wert bei Frauen unter 12g/dl und bei Männern unter 13g/dl liegt. Wie voll deine Eisenspeicher sind, zeigt der Hb-Wert nicht – dafür brauchst du das Ferritin.
Die DGHO-Leitlinie nennt als Referenzbereich bei Frauen 15 bis 150µg/l und bei Männern 30 bis 400µg/l. In der Fachwelt setzt sich zunehmend ein Wert unter 30µg/l als Hinweis auf leere Speicher durch, unabhängig vom Geschlecht. Weil Ferritin bei Entzündungen ansteigt, gehört das CRP zur Einordnung dazu.
Die Transferrinsättigung zeigt, wie viel Prozent des Transporteiweißes Transferrin gerade mit Eisen beladen sind. Unauffällig sind 16 bis 45 %. Liegt sie bei 15 % oder darunter, kommt im Blut zu wenig Eisen für die Blutbildung an. Zusammen mit einem niedrigen Ferritin spricht das für einen Eisenmangel; bei normalem Ferritin und erhöhtem CRP kann eine Entzündung dahinterstecken. Die Einordnung übernimmt deine Ärztin oder dein Arzt.
Das, das du verträgst und das zu deinem Ferritinwert passt. Bei der Verträglichkeit schneidet Eisenbisglycinat in Studien am besten ab, für eine ärztlich geführte Therapie bleibt Eisen(II)-sulfat der Standard. Wichtig ist die Angabe des Elementareisens auf dem Etikett.
Etwa ein Fünftel bis ein Viertel des Gewichts ist Eisen. Entscheidend ist deshalb, dass das Etikett die Menge Eisen ausweist, nicht nur die Menge der Verbindung.
Ja. Eisen und Vitamin B12 behindern sich bei der Aufnahme nicht und werden oft gemeinsam ergänzt, etwa bei veganer Ernährung. Im Energie Komplex von bleeme. stecken beide in 1 Kapsel: 12mg Eisen als Bisglycinat und 500µg Vitamin B12 als Methylcobalamin, dazu 400µg Folat als 5-MTHF. Eisen und Vitamin B12 tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Lass vorher deinen Ferritinwert bestimmen und nimm die Kapsel 30 Minuten vor dem Frühstück nüchtern. Weitere Kombinationen: Welche Nährstoffe kann ich zusammen einnehmen?
Zwei unserer Produkte enthalten Eisen, beide als Bisglycinat:
| Produkt | Eisen pro Tagesdosis | Form |
|---|---|---|
| Hormon Komplex | 20mg | Eisenbisglycinat |
| Energie Komplex | 12mg | Eisenbisglycinat |
Beide Rezepturen richten sich an Situationen mit erhöhtem Bedarf – starke Menstruationsblutungen, hormonelle Umstellungen, Erschöpfung bei niedrigen Speichern. Wir haben Bisglycinat gewählt, weil es in dieser Größenordnung deutlich besser vertragen wird als Sulfat, und genau daran scheitert in der Praxis die Mehrzahl der Eisenkuren. Den Hormon Komplex findest du zusammen mit weiteren Formeln unter Nahrungsergänzungsmittel für Frauen.
Welcher der beiden zu deinem Bedarf passt: Ist dein Ferritin niedrig und bist du trotz genug Schlaf müde, passt die Kombination aus Eisen, Vitamin B12 und Folat im Energie Komplex – 12mg Eisen (86 % NRV) mit 500µg Vitamin B12, 400µg Folat und 75mg Magnesium in 1 Kapsel; Eisen, Magnesium, Folat sowie die Vitamine B2, B3, B5, B6 und B12 tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Kosten dich zusätzlich die Tage vor der Periode Kraft, passt die Kombination aus Eisen, Vitamin B6 und Mönchspfeffer im Hormon Komplex – 20mg Eisen (142 % NRV), 25mg Vitamin B6 und 20mg Mönchspfeffer-Extrakt in 2 Kapseln; Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei, in Schwangerschaft und Stillzeit ist er nicht geeignet, und bei hormoneller Verhütung klärst du die Einnahme vorher ärztlich ab. Nimm nur einen der beiden, denn zusammen wären es 32mg Eisen. Den Hormon Komplex nimmst du direkt nach dem Aufstehen, den Energie Komplex 30 Minuten vor dem Frühstück, beide nüchtern mit Wasser statt Kaffee und mit mindestens 2 Stunden Abstand zu Zinkpräparaten.
So startest du gezielt: Lass deinen Ferritinwert zusammen mit dem CRP bestimmen – dann weißt du, ob der Energie Komplex oder der Hormon Komplex mit Eisen zu dir passt. Liegt dein Ferritin gut im Normbereich, ist ein Komplex ohne Eisen die passende Wahl. Und wenn in deiner Familie eine Hämochromatose bekannt ist, besprich die Einnahme vorher ärztlich.
Passende Kapseln: Eisenbisglycinat Kapseln.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Eisenpräparate außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.