Ratgeber / Nährstoffwissen

  • 13 Minuten Lesezeit
  • Aktualisiert:
  • 3 Quellen
Inhalt

Die kurze Antwort: Ashwagandha ist ein Klassiker des Ayurveda, und KSM-66 zählt zu den meistuntersuchten Extrakten zur Stressreaktion. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im September 2024 eine vorsorgliche Empfehlung zu Ashwagandha-Präparaten veröffentlicht. Der Grund ist nicht ein nachgewiesener Schaden bei üblichen Verzehrmengen, sondern eine Datenlücke: Ein Richtwert für die Aufnahmemenge ließ sich bisher nicht ableiten. Wer Ashwagandha nutzen möchte, achtet deshalb auf vier Angaben – Pflanzenteil, standardisierter Extrakt, Withanolide pro Tagesdosis und Warnhinweise. Bei den meisten Präparaten am deutschen Markt fehlt mindestens eine dieser vier Angaben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das BfR hat am 10. September 2024 die Mitteilung 039/2024 veröffentlicht – eine vorsorgliche Empfehlung, weil sich aus den Daten bisher kein Richtwert ableiten ließ.
  • KSM-66 gehört zu den meistuntersuchten Ashwagandha-Extrakten zur Stressreaktion – aus reiner Wurzel und mit festem Withanolid-Gehalt.
  • Die Verbraucherzentrale NRW fand in 73 Präparaten Withanolid-Tagesdosen von 7,5 bis 150mg, im Schnitt 46mg.
  • Die Angabe 600mg Ashwagandha allein sagt wenig – vergleichbar wird ein Präparat über den Withanolid-Gehalt.
  • 85 Prozent der untersuchten Präparate trugen keinen Warnhinweis für Menschen mit Lebererkrankungen – genau die Gruppe, um die es dem BfR zentral geht.
  • In Deutschland ist Ashwagandha als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln erlaubt, einzelne Länder wie Dänemark regeln es strenger.

Was das BfR 2024 tatsächlich gesagt hat

Die BfR-Mitteilung 039/2024 vom 10. September 2024 trägt den Titel Ashwagandha (Schlafbeeren): Präparate mit möglichen Gesundheitsrisiken. Sie ist der Referenzpunkt für jede seriöse Diskussion über Ashwagandha in Deutschland – und sie wird in der Werbung praktisch nie erwähnt.

Das BfR nennt drei Ebenen von Beobachtungen. Erstens akute, meist milde Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit und Hautausschläge. Zweitens systemische Effekte – Ashwagandha kann auf das Immunsystem und auf das endokrine System wirken, konkret auf Cortisol- und Blutzuckerspiegel sowie auf Schilddrüsen- und Sexualhormone. Drittens, und das ist der eigentliche Auslöser der Mitteilung: Fallberichte über Leberschäden bis hin zu akutem Leberversagen.

Entscheidend ist der Satz, mit dem das BfR seine Bewertung begründet: Ein Richtwert für eine gesundheitlich unbedenkliche Aufnahmemenge konnte auf Basis der vorliegenden Datenlage bisher nicht abgeleitet werden. Das ist kein Nachweis von Gefahr, sondern ein Zeichen, dass die Forschung zu Langzeitmengen noch läuft. Deshalb fällt die Empfehlung vorsorglich weit aus: Wo noch keine Richtmenge bestimmt ist, empfiehlt eine Risikobewertungsbehörde den Verzicht.

Wem das BfR ausdrücklich abrät

  • Kindern und Jugendlichen
  • Schwangeren und Stillenden
  • Personen mit einer bestehenden oder früheren Erkrankung der Leber
  • Der übrigen Bevölkerung rät das BfR zur Vorsicht.

Ergänzend nennt es Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Regulierung von Blutzucker, Blutdruck und Immunsystem.

Woher die Wirkstoffe kommen

Ashwagandha ist eine der zentralen Pflanzen des Ayurveda – mit einer spannenden botanischen Geschichte.

Der Name bedeutet „Geruch des Pferdes“, zusammengesetzt aus den Sanskrit-Worten ashva und gandha. Gemeint ist beides: der strenge Geruch der frischen Wurzel und die Kraft, die man ihr zuschrieb. Im Ayurveda zählt sie zu den Rasayana, den stärkenden und verjüngenden Mitteln, und wird dort seit über zweitausend Jahren beschrieben.

Der botanische Name verrät die zweite Zuschreibung: Withania somnifera – somnifera heißt schlafbringend.

Der verbreitete Beiname „indischer Ginseng“ ist irreführend. Ashwagandha ist ein Nachtschattengewächs und damit botanisch mit Tomate, Kartoffel und Tollkirsche verwandt, nicht mit Ginseng. Die orangeroten Beeren in ihren papierartigen Hüllen ähneln nicht zufällig der Physalis.

KSM-66 ist dagegen jung und sehr konkret. Es ist ein Markenextrakt, der über Jahre entwickelt wurde, um ausschließlich aus der Wurzel und ohne Alkohol als Lösungsmittel einen definierten Withanolid-Gehalt zu erreichen. Genau das – ein fester Pflanzenteil und ein reproduzierbarer Gehalt – unterscheidet einen Markenextrakt von gemahlener Wurzel.

Was heute untersucht ist: Die kontrollierten Studien zu Ashwagandha drehen sich überwiegend um Stresswahrnehmung, Cortisolspiegel, Schlafqualität und, in Kombination mit Krafttraining, um Kraftwerte. Sie laufen meist acht bis zwölf Wochen und arbeiten mit standardisierten Wurzelextrakten wie KSM-66. Zur Langzeiteinnahme läuft die Forschung noch – deshalb hat das BfR bisher keine Dauermenge abgeleitet.

Warum die Milligramm-Angabe auf der Dose nichts aussagt

Ashwagandha wird als Extrakt verkauft, und Extrakte unterscheiden sich um den Faktor zehn im Gehalt an Withanoliden – jener Stoffgruppe, auf die sich praktisch die gesamte Forschung bezieht. Zwei Präparate mit identischer Milligramm-Angabe können deshalb völlig unterschiedlich dosiert sein.

Angabe auf der Dose Standardisierung Withanolide pro Tagesdosis
600mg Ashwagandha-Pulver keine, oft 0,1 bis 0,3 Prozent rund 0,6 bis 1,8mg
600mg Extrakt, 1,5 Prozent schwach standardisiert 9mg
600mg KSM-66, 5 Prozent Wurzelextrakt 30mg
300mg Sensoril, 10 Prozent Wurzel- und Blattextrakt 30mg
120mg Shoden, 35 Prozent hochkonzentriert 42mg

Die Zeile mit dem Pulver und die Zeile mit Shoden trennt bei ähnlicher oder sogar kleinerer Milligramm-Zahl ein Faktor von über zwanzig. Wer Präparate vergleichen will, muss deshalb immer dieselbe Frage stellen: Wie viel Withanolide pro Tagesdosis? Steht diese Zahl nicht auf der Packung, ist das Produkt nicht vergleichbar – und das ist der häufigste Fall.

Wurzel oder Blatt: der Unterschied, den kaum jemand deklariert

Die ayurvedische Tradition verwendet die Wurzel von Withania somnifera. Moderne Extrakte nutzen teilweise zusätzlich das Blatt, weil es deutlich höhere Withanolid-Gehalte liefert und die Standardisierung billiger macht. Das Blatt enthält allerdings anteilig mehr Withaferin A, ein Withanolid, das in Zellversuchen deutlich zytotoxischer wirkt als die übrigen Vertreter der Gruppe. Welche Rolle das bei den üblichen Verzehrmengen spielt, wird weiter untersucht. Die Herkunft aus der Wurzel gilt deshalb in der Branche als Qualitätsmerkmal.

Extrakt Pflanzenteil Standardisierung Typische Tagesdosis
KSM-66 nur Wurzel mindestens 5 Prozent Withanolide (HPLC) 300 bis 600mg
Sensoril Wurzel und Blatt mindestens 10 Prozent Withanolid-Glycoside 125 bis 250mg
Shoden Wurzel und Blatt rund 35 Prozent Withanolid-Glycoside 60 bis 120mg
Nicht standardisiertes Pulver meist Wurzel keine 1.000 bis 6.000mg

Ein Detail, das beim Vergleich oft übersehen wird: Withanolide und Withanolid-Glycoside sind nicht dasselbe Analyt. Sensoril und Shoden geben Glycoside an, KSM-66 gibt Withanolide nach HPLC an. Die Prozentzahlen sind deshalb nicht eins zu eins vergleichbar, auch wenn sie in Tabellen wie dieser nebeneinanderstehen. Wer es exakt braucht, muss ins Analysenzertifikat der Charge schauen.

Wie viel Withanolide sind üblich – und wie viel ist viel?

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat im zweiten Halbjahr 2025 insgesamt 73 Ashwagandha-Produkte untersucht und die Ergebnisse im April 2026 veröffentlicht. Das ist derzeit die beste Übersicht über den deutschen Markt.

Kennzahl Ashwagandha pro Tag Withanolide pro Tag
Spanne im Markt 50 bis 6.000mg 7,5 bis 150mg
Durchschnitt 833mg 46mg
In Studien üblich 240 bis 600mg Extrakt 12 bis 30mg

Eine gesetzliche Höchstmenge gibt es in Deutschland nicht. Die Spanne im Markt ist groß: Die Spitzenwerte mit 150mg Withanoliden pro Tag liegen beim Fünffachen dessen, was in Studien üblich ist.

In der Studienlage bewegen sich die meisten kontrollierten Untersuchungen zu Stress und Schlaf im Bereich von 240 bis 600mg standardisiertem Wurzelextrakt täglich über acht bis zwölf Wochen. Das entspricht bei einem Fünf-Prozent-Extrakt etwa 12 bis 30mg Withanoliden. Studien mit mehreren Hundert Milligramm Withanoliden gibt es praktisch nicht – hochdosierte Präparate bewegen sich also außerhalb des untersuchten Bereichs, nicht darüber hinaus im Sinne von stärker.

Der blinde Fleck: Warnhinweise

Der aus unserer Sicht härteste Befund des Marktchecks betrifft nicht die Dosierung, sondern das Etikett. Nur 48 Prozent der 73 Produkte trugen überhaupt mindestens einen Warnhinweis.

Warnhinweis für Anteil der Produkte mit Hinweis
Menschen mit Lebererkrankungen 15 Prozent (11 von 73)
Wechselwirkungen mit Medikamenten 10 Prozent
Kinder und Jugendliche 30 Prozent
Schwangere und Stillende 43,8 Prozent

Ausgerechnet der Hinweis, auf den es dem BfR am meisten ankommt – die Leber – fehlt bei 85 Prozent der Produkte. Wenn du ein Ashwagandha-Präparat in der Hand hältst und darauf keine dieser vier Angaben steht, weißt du genug über die Sorgfalt des Herstellers.

Dazu kommt ein zweites, sehr zuverlässiges Signal: Allheilmittel-Sprüche auf der Packung. Die Verbraucherzentrale fand im Marktcheck reihenweise Aussagen von der Cortisol-Balance bis zum Allheilmittel. Ein sorgfältiger Hersteller setzt stattdessen auf transparente Angaben zu Extrakt, Withanoliden und Warnhinweisen.

Ashwagandha KSM-66 kaufen: 6 Kriterien im Überblick

Wenn du Ashwagandha KSM-66 kaufen willst, vergleichst du Präparate am schnellsten über sechs Angaben auf Etikett und Produktseite: Extraktname, Pflanzenteil mit Withanolid-Gehalt, Menge pro Tagesdosis, Warnhinweise, Laborprüfung und Rezeptur. So setzen der Stress Komplex und der Männer Komplex sie um:

Kriterium Worauf achten So beim Stress Komplex und Männer Komplex
KSM-66 ausdrücklich genannt Der Markenextrakt steht namentlich in der Zutatenliste, nicht nur „Ashwagandha-Extrakt“ Beide: „Ashwagandha KSM-66®“ in der Zutatenliste
Wurzelextrakt mit 5 % Withanoliden Pflanzenteil Wurzel und Standardisierung in Prozent angegeben Beide: reiner Wurzelextrakt ohne Blattanteil, standardisiert auf 5 % Withanolide
Menge pro Kapsel und Tagesdosis Extrakt und Withanolide in Milligramm, mit der Kapselzahl pro Tag Stress Komplex: 400mg KSM-66® mit 20mg Withanoliden in 2 Kapseln · Männer Komplex: 600mg KSM-66® mit 30mg Withanoliden in 3 Kapseln
Warnhinweise Hinweise für Kinder und Jugendliche, Schwangere, Stillende und Menschen mit Lebererkrankung Beide: nicht für Schwangere, Stillende und Kinder unter 18 Jahren; auf der Produktseite zusätzlich: nicht bei bestehender oder früherer Lebererkrankung
Laborprüfung Unabhängige Prüfung jeder Charge, Analysezertifikat einsehbar Beide: jede Charge unabhängig laborgeprüft auf Schwermetalle und Mikrobiologie, Analysezertifikat auf der Produktseite
Schlichte Rezeptur Jeder Wirkstoff mit Menge, keine unnötigen Zusätze Stress Komplex: KSM-66®, Schisandra und L-Theanin · Männer Komplex: KSM-66® mit Maca, Bockshornklee, Zink, Vitamin B6, D3, K2, Selen und Piperin · beide: jeder Wirkstoff mit Menge, sonst nur die pflanzliche Kapselhülle (HPMC)

Beide Komplexe mit KSM-66® findest du gemeinsam unter Ashwagandha Kapseln.

Häufige Fragen

Ist Ashwagandha jetzt verboten?

In Deutschland nein. Ashwagandha darf als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln verkauft werden. Das BfR ist eine Bewertungsbehörde, keine Zulassungsbehörde – seine Mitteilung ist eine Empfehlung, kein Verbot. Einzelne Länder wie Dänemark haben nach einer nationalen Risikobewertung strengere Regeln.

Wie viel Withanolide pro Tag sind sinnvoll?

In Studien werden meist etwa 12 bis 30mg Withanolide täglich eingesetzt, entsprechend 240 bis 600mg eines Fünf-Prozent-Wurzelextrakts – genau in diesem Bereich liegen unser Stress Komplex (20mg) und unser Männer Komplex (30mg). Mehr als 46mg – der deutsche Marktdurchschnitt – ist weder besser belegt noch besser untersucht.

Was ist der Unterschied zwischen KSM-66 und Sensoril?

KSM-66 wird ausschließlich aus der Wurzel gewonnen und auf mindestens 5 Prozent Withanolide standardisiert. Sensoril nutzt Wurzel und Blatt und wird auf mindestens 10 Prozent Withanolid-Glycoside standardisiert. Sensoril wird deshalb niedriger dosiert. Der wesentliche Unterschied ist der Pflanzenteil, nicht die Prozentzahl.

Warum heißt es „indischer Ginseng“?

Weil die Zuschreibung ähnlich ist, nicht die Pflanze. Ashwagandha ist ein Nachtschattengewächs und mit Tomate und Kartoffel verwandt, Ginseng gehört zu einer ganz anderen Familie.

Warum verwenden viele Hersteller nicht standardisiertes Pulver?

Weil es ein Bruchteil kostet. Ein Kilogramm unstandardisiertes Wurzelpulver ist deutlich günstiger als ein Markenextrakt mit Chargenanalytik. Auf dem Etikett steht dann eine große Milligramm-Zahl, die beeindruckend aussieht, während der Withanolid-Gehalt bei einem Bruchteil dessen liegt, was in Studien eingesetzt wurde.

Schadet Ashwagandha der Leber?

Es gibt Fallberichte über Leberschäden nach Einnahme ashwagandhahaltiger Präparate, in Einzelfällen bis zu akutem Leberversagen. Diese Fälle sind selten und ein ursächlicher Zusammenhang lässt sich in Einzelfallberichten nie sicher belegen. Sie sind aber der Hauptgrund für die BfR-Empfehlung. Wer eine bestehende oder frühere Lebererkrankung hat, sollte nach BfR-Empfehlung auf Ashwagandha verzichten.

Beeinflusst Ashwagandha die Schilddrüse?

Das BfR nennt ausdrücklich Effekte auf Schilddrüsenhormone. In kleineren Untersuchungen wurden Anstiege von T3 und T4 sowie ein Abfall von TSH beobachtet. Bei einer bestehenden Schilddrüsenerkrankung oder unter Schilddrüsenmedikation gehört die Einnahme deshalb ärztlich abgeklärt.

Kann man Ashwagandha dauerhaft nehmen?

Die kontrollierten Studien laufen typischerweise acht bis zwölf Wochen. Zur Einnahme über Monate oder Jahre läuft die Forschung noch – auch deshalb hat das BfR bisher keine Richtmenge abgeleitet. Eine Einnahme in Phasen von einigen Wochen mit Pausen orientiert sich am untersuchten Zeitraum.

Morgens oder abends einnehmen?

Das hängt vom Extrakt ab. Wurzelextrakte wie KSM-66 wirken nach Anwenderberichten eher nicht sedierend und werden meist morgens genommen – so auch der Stress Komplex mit 2 Kapseln morgens nüchtern. Präparate mit Blattanteil werden häufiger abends eingesetzt.

Woran erkenne ich ein sauber deklariertes Präparat?

An vier Angaben: dem Pflanzenteil (Wurzel oder Wurzel und Blatt), dem Namen des standardisierten Extrakts, der Withanolid-Menge pro Tagesdosis in Milligramm und den Warnhinweisen für Leber, Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder. Fehlt eine davon, fehlt dir eine Information, die du für eine Entscheidung brauchst.

Welches Ashwagandha ist das beste?

Das beste Ashwagandha ist ein benannter Wurzelextrakt mit ausgewiesener Withanolid-Menge pro Tag, vollständigen Warnhinweisen, unabhängiger Laborprüfung und schlichter Rezeptur. Der Stress Komplex mit 400mg KSM-66® und 20mg Withanoliden und der Männer Komplex mit 600mg KSM-66® und 30mg Withanoliden weisen all das aus. Welcher passt, entscheidet dein Ziel: gelassene Tage oder Kraft und Antrieb.

Gibt es einen Ashwagandha-Test von Stiftung Warentest oder Öko-Test?

Stand November 2026 haben weder Stiftung Warentest noch Öko-Test einen eigenen Produkttest zu Ashwagandha veröffentlicht. Die umfassendste Marktübersicht in Deutschland ist der Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW mit 73 Produkten vom April 2026. Bestenlisten im Netz stammen meist von Vergleichsportalen. Mit sechs Angaben vergleichst du selbst: Extraktname, Pflanzenteil mit Withanolid-Gehalt, Menge pro Tagesdosis, Warnhinweise, Laborprüfung und Rezeptur.

Kurz zusammengefasst

  • Die BfR-Mitteilung von September 2024 ist eine vorsorgliche Empfehlung – nicht wegen bewiesenem Schaden, sondern weil sich bisher kein Richtwert ableiten ließ.
  • Für Kinder und Jugendliche, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestehender oder früherer Lebererkrankung ist Ashwagandha nicht geeignet.
  • Vergleichbar wird ein Extrakt erst über den Withanolid-Gehalt; zwischen Pulver und Hochkonzentrat liegt Faktor zwanzig.
  • Wurzelextrakte enthalten anteilig weniger Withaferin A als Extrakte mit Blattanteil.
  • Der deutsche Marktdurchschnitt liegt bei 46mg Withanoliden pro Tag, in Studien üblich sind 12 bis 30mg.
  • Bei 85 Prozent der Produkte fehlt der Warnhinweis für Menschen mit Lebererkrankungen.

Wie wir es gelöst haben

Wir setzen Ashwagandha in zwei Produkten ein und deklarieren beide Male den Withanolid-Gehalt – die Angabe, die die Verbraucherzentrale fordert und die bei einem Großteil des Marktes fehlt. Beide findest du gemeinsam unter Nahrungsergänzung für Männer.

Produkt Extrakt Withanolide pro Tagesdosis
Stress Komplex 400mg KSM-66, nur Wurzel 20mg
Männer Komplex 600mg KSM-66, nur Wurzel 30mg

Beides liegt im Bereich der kontrollierten Studien und unter dem deutschen Marktdurchschnitt von 46mg. Wir verwenden ausschließlich Wurzelextrakt ohne Blattanteil, und jede Charge wird bei einem in Deutschland akkreditierten Labor geprüft.

Beide Komplexe sind für Erwachsene gedacht: nicht für Kinder und Jugendliche, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit und nicht bei bestehender oder früherer Lebererkrankung.

Passende Kapseln: Ashwagandha Kapseln.

Quellen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Letzte Artikel

Dieser Abschnitt enthält derzeit keine Inhalte. Füge über die Seitenleiste Inhalte zu diesem Abschnitt hinzu.