
- von bleeme. Redaktion
Vitamin D3, K2 und Zink zusammen einnehmen: worauf es beim Verhältnis ankommt
- von bleeme. Redaktion
Ihr Warenkorb ist leer.
Nicht sicher, wo du anfangen sollst?
Lass dich inspirieren
Für dein bestes Einkaufserlebnis nutzen wir Cookies. Klingt gut?

Ratgeber / Nährstoffwissen
Die kurze Antwort: Ja, Vitamin D3, K2 und Zink lassen sich zusammen einnehmen. Sie konkurrieren nicht um dieselben Aufnahmewege, und bei D3 und K2 spricht sogar einiges für die Kombination. Worauf es ankommt, sind vier Dinge: die Menge an D3, die Form des Vitamin K2, das Verhältnis zwischen beiden und eine fetthaltige Mahlzeit. Auch Magnesium kannst du ohne Abstand dazunehmen, es wird sogar für die Aktivierung von Vitamin D gebraucht. Und K2 ist eine gut begründete Ergänzung: Es deckt den zweiten Schritt im Calciumstoffwechsel mit ab.
Vitamin D sorgt dafür, dass Calcium aus dem Darm aufgenommen wird – es trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei.
Womit sich Vitamin D nicht befasst, ist die Frage, wohin dieses Calcium anschließend geht. An dieser Stelle setzt Vitamin K2 an: Es aktiviert zwei Proteine, Osteocalcin und das Matrix-Gla-Protein. Beide binden Calcium. Ohne ausreichend Vitamin K bleiben sie in einer inaktiven Vorstufe liegen – Vitamin K trägt entsprechend zur Erhaltung normaler Knochen bei.
Beide Vitamine arbeiten also im selben Stoffwechselweg an unterschiedlichen Stellen. Das ist der sachliche Grund für die Kombination.
Für das Duo sprechen Hinweise aus Beobachtungsstudien und eine plausible Erklärung auf Stoffwechselebene – deshalb werden D3 und K2 so häufig zusammen angeboten.
Beides ist möglich – mit K2 deckst du zusätzlich den zweiten Schritt im Calciumstoffwechsel mit ab. Welche Variante zu dir passt, hängt von drei Dingen ab: deiner D3-Menge, deiner Ernährung und deinen Medikamenten.
| Deine Situation | Mit oder ohne K2? | Warum |
|---|---|---|
| Du nimmst rund 800 IE D3 am Tag und isst regelmäßig gereiften Käse | ohne K2 gut vertretbar | Gereifter Käse liefert bereits etwas K2 |
| Du nimmst höher dosiertes D3, etwa 2.000 IE und mehr, durch die dunklen Monate | mit K2 als MK-7 naheliegend | Vitamin D regt die Bildung calciumbindender Proteine an, die erst Vitamin K aktiviert. Faustregel: rund 20µg K2 je 1.000 IE D3 |
| Du ernährst dich vegan und isst kein Natto | mit K2 eher sinnvoll | Über die Ernährung kommt dann kaum K2 an |
| Du nimmst Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar oder Falithrom | K2 nur nach ärztlicher Rücksprache | Vitamin K wirkt der Medikation direkt entgegen |
Beide Vitamine wurden über Krankheitsbilder gefunden, die heute kaum noch jemand kennt – und ihre Buchstaben verraten die Reihenfolge ihrer Entdeckung.
Vitamin D kam über die Rachitis. In den Industriestädten des 19. Jahrhunderts, zwischen engen Hinterhöfen und Kohlerauch, wuchsen auffällig viele Kinder mit verbogenen Beinen auf. In Nordeuropa hatte man längst ein Hausmittel: Lebertran, den kaum jemand freiwillig schluckte. Warum er half, wusste niemand. 1919 zeigte der Berliner Arzt Kurt Huldschinsky, dass sich Rachitis auch mit einer UV-Lampe heilen ließ – der erste harte Hinweis darauf, dass Licht und Nährstoff dasselbe bewirkten. Wenig später bekam der Stoff seinen Buchstaben.
Vitamin D3 ist streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormonvorläufer: Die Haut bildet es aus einer Cholesterin-Vorstufe, sobald UV-B-Strahlung auftrifft. Genau das ist der Grund, warum es zwischen Oktober und März in unseren Breiten nicht funktioniert – der Sonnenstand reicht nicht. Für Präparate wird D3 überwiegend aus Lanolin gewonnen, dem Wollfett des Schafs; deshalb sind viele D3-Produkte vegetarisch, aber nicht vegan. Eine vegane Alternative liefern Flechten.
Vitamin K verdankt seinen Buchstaben einem dänischen Zufall. Ende der 1920er-Jahre fütterte Henrik Dam Hühner mit einer extrem fettarmen Diät – und sie begannen zu bluten. Der fehlende Faktor war ein neues, fettlösliches Vitamin, das Dam nach dem dänischen Wort Koagulation benannte. 1943 gab es dafür den Nobelpreis.
MK-7 kommt aus einem Fermentationsprozess, den es in Japan seit Jahrhunderten gibt: Bei der Herstellung von Natto wandelt Bacillus subtilis gekochte Sojabohnen um und bildet dabei große Mengen Menachinon-7. Das MK-7 in Präparaten stammt bis heute meist aus genau dieser Fermentation.
Zink wurde erst 1961 als essenziell erkannt – später als fast alle anderen Spurenelemente. Der Arzt Ananda Prasad beschrieb im Iran junge Männer mit Kleinwuchs und verzögerter Entwicklung; Ursache war eine sehr getreidelastige Ernährung, denn die Phytinsäure im Getreide bindet Zink im Darm.
Was heute untersucht ist: Die Rolle von Vitamin D im Calciumstoffwechsel und die von Vitamin K in der Blutgerinnung und im Knochenstoffwechsel sind vollständig aufgeklärt und unstrittig. Darüber hinaus wird Vitamin D in großen Studien zu Infekten, Herz-Kreislauf und Stimmung intensiv weiter erforscht. Für die Kombination D3 plus K2 gibt es eine plausible Begründung auf Stoffwechselebene, und die Forschung dazu läuft.
In Diskussionen über Vitamin D werden regelmäßig zwei völlig unterschiedliche Werte durcheinandergeworfen. Sie beantworten zwei verschiedene Fragen:
| Wert | Höhe | Was er beantwortet |
|---|---|---|
| DGE-Referenzwert | 20µg = 800 IE pro Tag | Wie viel braucht ein Erwachsener, wenn die Haut kein eigenes Vitamin D bildet? |
| EFSA Tolerable Upper Intake Level | 100µg = 4.000 IE pro Tag | Ab wo wird es aus allen Quellen zusammen sicherheitsrelevant? |
Der eine Wert beschreibt den Bedarf, der andere die Sicherheitsgrenze – dazwischen liegt ein weiter Bereich, in dem sich die meisten höher dosierten Präparate bewegen. Ein Präparat mit mehr als 800 IE ist also nicht automatisch überdosiert. Es setzt aber voraus, dass du weißt, wo du stehst – und dass du mitzählst, was du sonst noch einnimmst.
„Hochdosiert“ ist bei Vitamin D kein geschützter Begriff. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es in Deutschland keine gesetzliche Höchstmenge – deshalb steht „hochdosiert“ auf Produkten mit 1.000 IE ebenso wie auf solchen mit 5.000 IE oder mehr. Eine einfache Lesart: Hochdosiert ist alles, was deutlich über den 800 IE liegt, die die DGE bei fehlender Eigenbildung nennt.
Dass bei Vitamin D mehr nicht automatisch besser ist, zeigen drei Studien:
Für den Alltag heißt das: lieber eine tägliche, moderate Menge als seltene Großdosen, den eigenen Blutwert kennen und alle Quellen zusammenzählen. Wer über längere Zeit mehr als 4.000 IE am Tag einnehmen möchte, tut das nur mit ärztlicher Kontrolle von Blutwert und Calcium.
Und das K2? Auch bei hohen D3-Mengen dient die Faustregel als Orientierung – mehr dazu im übernächsten Abschnitt. Wichtiger sind die Form MK-7 mit ausgewiesenem all-trans-Anteil und bei Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar die ärztliche Rücksprache vor jeder K2-Einnahme.
Der Versorgungsstatus lässt sich mit einem einzigen Blutwert bestimmen: 25-Hydroxyvitamin-D, kurz 25-OH-D. Er bildet die Speicherform ab und ist der einzige Wert, der in dieser Frage etwas aussagt.
Als ausreichende Versorgung gilt nach DGE ein Wert von mindestens 50 nmol/l, das entspricht etwa 20 ng/ml. Achte auf die Einheit: Manche Labore rechnen in nmol/l, andere in ng/ml. Der Umrechnungsfaktor ist 2,5. Ein Wert von 30 ng/ml sind also 75 nmol/l.
Im Netz kursieren deutlich höhere Zielwerte, häufig 50 bis 80 ng/ml. Diese Zahlen stammen aus dem funktionsmedizinischen Umfeld und sind kein Konsens der Fachgesellschaften. Wir nennen sie hier, weil du ihnen begegnen wirst, aber wir stellen sie nicht als offiziellen Zielwert dar.
Praktisch: Der beste Zeitpunkt für eine Messung ist das Ende des Winters, also Februar oder März. Dann ist der Wert am niedrigsten, und du siehst dein tatsächliches Minimum statt eines Sommerhochs.
Vorweg, weil es selten jemand sagt: Eine offizielle Empfehlung für ein festes Verhältnis gibt es nicht. Weder EFSA noch DGE nennen eine solche Relation. In der Praxis hat sich als Faustregel etwa 20µg K2 je 1.000 IE Vitamin D3 eingebürgert. Viele Präparate liegen darüber.
| Vitamin D3 pro Tagesdosis | K2 nach der Faustregel |
|---|---|
| 800 IE | rund 16µg |
| 1.000 IE | rund 20µg |
| 2.000 IE | rund 40µg |
| 2.500 IE | rund 50µg |
| 4.000 IE | rund 80µg |
Das ist eine Orientierung, keine Obergrenze. Vitamin K2 gilt als gut verträglich, und ein höherer Anteil ist kein Mangel an Sorgfalt, sondern meist eine bewusste Entscheidung des Herstellers. Für Vitamin K hat die EFSA bislang keinen Tolerable Upper Intake Level festgelegt, weil keine belastbaren Hinweise auf schädliche Effekte aus der Nahrung vorliegen.
Vitamin K2 kommt in mehreren Varianten vor, den sogenannten Menachinonen. Für Nahrungsergänzung relevant sind zwei:
Halbwertszeit von wenigen Stunden. Nach einer Einzeldosis ist MK-4 rasch wieder aus dem Blut verschwunden, weshalb es in Studien häufig mehrfach täglich und in deutlich höheren Mengen gegeben wird.
Bleibt erheblich länger verfügbar, in der Größenordnung von Tagen statt Stunden. Für eine einmal tägliche Einnahme ist MK-7 damit die praktikablere Form. Der Grund liegt in der längeren Seitenkette, die das Molekül im Blut an Transportproteine bindet.
MK-7 existiert in zwei räumlichen Varianten, all-trans und cis. Biologisch aktiv ist ausschließlich die all-trans-Form. Bei synthetisch hergestelltem K2 kann der cis-Anteil erheblich sein, ohne dass man es dem Produkt ansieht: Auf dem Etikett stehen trotzdem die vollen Mikrogramm.
Hersteller, die es genau nehmen, weisen den Anteil aus. Üblich sind Angaben ab 99 % all-trans. Steht auf der Dose nur Vitamin K2 MK-7 ohne diese Angabe, weißt du nicht, welchen Anteil du bekommst. Das ist ein Qualitätsmerkmal, das sich am Etikett zuverlässig prüfen lässt.
Anders als Vitamin D lässt sich Vitamin K grundsätzlich über die Ernährung decken. Zwei Einschränkungen gibt es allerdings.
Erstens liefert die westliche Ernährung überwiegend Vitamin K1 aus grünem Blattgemüse. K1 hat dieselbe Grundfunktion, wird aber vom Körper bevorzugt in der Leber verbraucht. K2 verteilt sich stärker in andere Gewebe.
Zweitens gibt es nur ein Lebensmittel, das MK-7 in Mengen liefert, die mit einem Präparat vergleichbar sind: Natto, fermentierte japanische Sojabohnen. Alles andere spielt in einer anderen Größenordnung:
Wer regelmäßig gereiften Käse isst, ist bei K2 nicht schlecht aufgestellt. Wer sich vegan ernährt und kein Natto mag, hat es deutlich schwerer.
Zink konkurriert weder mit D3 noch mit K2 um die Aufnahme. Die drei lassen sich in einer Kapsel oder zur selben Mahlzeit kombinieren. Zink trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Zinkoxid ist die günstigste Variante und in Wasser praktisch unlöslich. Zinkbisglycinat ist an die Aminosäure Glycin gebunden, wird in der Regel besser vertragen und verursacht seltener Magenbeschwerden. Der Unterschied steht in der Zutatenliste. Ein Blick lohnt sich: Auf der Vorderseite steht bei beiden nur Zink.
Zink steckt in auffällig vielen Formeln, oft ohne dass man es dort sucht: in Immunpräparaten, in Beauty-Produkten für Haut, Haare und Nägel, in Männerformeln, in Multivitaminen. Wer morgens das eine und abends das andere nimmt, kommt schnell auf ein Vielfaches der Menge, die auf einer einzelnen Dose steht.
Praktischer Rat: Bevor du zwei Präparate kombinierst, addiere die Zink-Tagesmengen aus beiden Nährwerttabellen. Dieselbe Rechnung lohnt sich bei Selen, Vitamin C und Magnesium. Zink konkurriert außerdem mit Eisen und Kupfer um dieselben Transportwege im Darm, weshalb dauerhaft hohe Zinkmengen den Kupferstatus beeinflussen können.
Vitamin D und Magnesium kannst du zusammen einnehmen, auch zur selben Mahlzeit und gemeinsam mit K2 und Zink. Einen Abstand brauchen die beiden nicht. Vitamin D nimmst du zu einer Mahlzeit mit Fett, Magnesium gleich dazu oder abends, wenn dir das besser passt. Eine eigene Magnesiummenge „für“ Vitamin D gibt es nicht. Maßstab ist dein Bedarf insgesamt: Die DGE nennt als tägliche Zufuhr 300mg Magnesium für Frauen und 350mg für Männer.
Vitamin D wird im Körper zweimal umgebaut, bevor es wirksam wird: einmal in der Leber zu 25-OH-D, einmal in der Niere zur aktiven Form. Beide Schritte laufen über Enzyme, die Magnesium als Cofaktor benötigen. Auch das Transportprotein im Blut ist magnesiumabhängig.
Praktisch heißt das: Bei einem ausgeprägten Magnesiummangel kann die Verwertung von Vitamin D eingeschränkt sein. Magnesium trägt zudem zur Erhaltung normaler Knochen und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei – es steht in diesem Zusammenspiel also nicht am Rand.
Wer D3 und K2 einnimmt und ohnehin über Magnesium nachdenkt, macht damit nichts falsch. Auch hier gilt die Formfrage: Magnesiumbisglycinat wird besser vertragen als Magnesiumoxid, das in höheren Mengen abführend wirken kann. Wenn du Magnesium am liebsten abends nimmst, um runterzukommen: In unseren Magnesium + Melatonin Kapseln zum Einschlafen stecken 160mg Magnesium aus Bisglycinat und 1mg Melatonin: Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, wenn kurz vor dem Schlafengehen 1mg aufgenommen wird.
D3 und K2 sind fettlöslich. Ohne Fett in der Mahlzeit wird nur ein Teil aufgenommen. Ein Frühstück mit Joghurt, Ei, Nüssen oder Öl reicht völlig. Manche Präparate liefern zusätzlich ein Trägerfett mit, etwa MCT aus Kokosöl.
Zink wird nüchtern besser aufgenommen, aber schlechter vertragen. Zu einer Mahlzeit ist es unproblematisch. Halte zwei Stunden Abstand zu Calcium- und Eisenpräparaten.
Tageszeit: Wichtiger als die genaue Uhrzeit sind bei D3 und K2 die Regelmäßigkeit und das Fett dazu. Wer morgens ohnehin frühstückt, nimmt sie am besten dann.
Täglich oder wöchentlich? Vitamin D lässt sich prinzipiell auch wöchentlich zuführen, da es gespeichert wird. Seltene Großdosen – monatlich oder jährlich – schnitten in Studien dagegen schlechter ab. Für Vitamin K2 gilt das nicht in gleichem Maße. Bei Kombipräparaten ist die tägliche Einnahme deshalb die sinnvollere Variante.
Zu D3, K2 und Zink passt fast alles, was in üblichen Mengen in Nahrungsergänzungsmitteln steckt. Abstand brauchen vor allem Eisen, Calcium, Müsli und einige Medikamente:
| Kombination | Zusammen oder trennen? | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Vitamin D3 + K2 | zusammen | zu einer Mahlzeit mit Fett |
| D3, K2 und Zink + Magnesium | zusammen | kein Abstand nötig, Magnesium gern auch abends |
| D3, K2 und Zink + Vitamin C | zusammen | Vitamin C stört die Zinkaufnahme nicht |
| Zink + Eisen- oder Calciumpräparat | trennen | 2 Stunden Abstand |
| Zink + Müsli, Vollkorn, Hülsenfrüchte | trennen | Phytat bindet Zink im Darm |
| Zwei Vitamin-D-Präparate | nicht ohne Blutwert | erst den 25-OH-D-Wert bestimmen, dann alle Mengen addieren |
| Zink + Antibiotika wie Tetrazykline oder Chinolone | trennen | Antibiotikum 2 Stunden vor oder 4 bis 6 Stunden nach dem Präparat |
| K2 + Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar | nur nach ärztlicher Rücksprache | Vitamin K wirkt der Medikation entgegen |
Welche Vitamine und Mineralstoffe sich allgemein nicht vertragen, von Eisen und Kaffee bis zu Mythen wie „Vitamin C zerstört B12“, steht ausführlich hier: Welche Vitamine sollte man nicht zusammen einnehmen?
Eine akute Vitamin-D-Überdosierung durch Sonne oder normale Ernährung ist praktisch ausgeschlossen. Relevant wird sie erst bei sehr hoch dosierten Präparaten über längere Zeit, insbesondere in Bereichen weit oberhalb des EFSA-Werts von 4.000 IE täglich.
Das eigentliche Problem ist dabei nicht das Vitamin D selbst, sondern ein erhöhter Calciumspiegel im Blut. Mögliche Anzeichen sind Übelkeit, Appetitlosigkeit, starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Verwirrtheit. Bei anhaltenden Beschwerden dieser Art unter einer hoch dosierten Einnahme gehört das ärztlich abgeklärt.
Für Vitamin K2 aus Nahrungsergänzung sind keine vergleichbaren Effekte bekannt. Die entscheidende Einschränkung betrifft nicht die Menge, sondern die Medikation: siehe nächster Abschnitt.
Ja. Die beiden behindern sich nicht, arbeiten im selben Stoffwechselweg und werden deshalb häufig kombiniert angeboten.
Ja, auch gleichzeitig und ohne Abstand. Magnesium wird für die Aktivierung von Vitamin D gebraucht. Vitamin D nimmst du zu einer Mahlzeit mit Fett, Magnesium gleich dazu oder abends.
Nach der verbreiteten Faustregel rund 40µg. Eine offizielle Vorgabe gibt es nicht, und höhere Mengen gelten als unbedenklich.
Nach heutiger Datenlage nicht. Die Kombination mit K2 ist trotzdem sinnvoll begründet, weil K2 den zweiten Schritt im Calciumstoffwechsel mit abdeckt.
Beides ist möglich. Bei rund 800 IE D3 und K2 aus gereiftem Käse ist D3 allein gut vertretbar. Bei höher dosiertem D3 wird K2 meist dazukombiniert, als MK-7 und nach der Faustregel mit rund 20µg je 1.000 IE. Nimmst du Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar, dann K2 nur nach ärztlicher Rücksprache.
An zwei Angaben: MK-7 als Form und ein ausgewiesener Anteil all-trans, üblicherweise ab 99 %. Fehlt die zweite Angabe, fehlt eine Information.
Meist nicht. Es wird überwiegend aus Lanolin gewonnen, dem Wollfett des Schafs – das ist vegetarisch, aber nicht vegan. Vegane Präparate nutzen D3 aus Flechten.
Ja. Achte nur darauf, die Zinkmengen zu addieren, wenn du mehrere Präparate nimmst, und halte Abstand zu Eisen- und Calciumpräparaten.
Vor allem keine Eisen- und Calciumpräparate: Zum Zink brauchen sie 2 Stunden Abstand, und Zink gehört nicht zum Müsli. Dazu kein zweites Vitamin-D-Präparat, ohne deinen 25-OH-D-Wert zu kennen, und K2 bei Vitamin-K-Antagonisten nur nach ärztlicher Rücksprache.
Bei Mengen bis 800 IE täglich ist das nicht zwingend. Wer höher dosiert oder mehrere Quellen kombiniert, sollte den 25-OH-D-Wert kennen.
Wichtiger als die genaue Uhrzeit ist, dass Fett in der Mahlzeit ist und dass du es regelmäßig nimmst – am einfachsten morgens oder mittags zum Essen.
Für Vitamin D wäre wöchentlich grundsätzlich möglich, seltene Großdosen sind es nicht. Für K2 ist es nicht sinnvoll. Bei Kombipräparaten also besser täglich.
Wer Vitamin-K-Antagonisten einnimmt, sollte K2 nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden. Schwangere, Stillende und Menschen mit Nierenerkrankungen klären die Einnahme vorab ab.
Der Begriff ist nicht geschützt. Gemeint sind meist Produkte mit deutlich mehr als den 800 IE, die die DGE bei fehlender Eigenbildung nennt, oft 2.000 bis 5.000 IE. Entscheidend sind dein Blutwert und die Summe aus allen Quellen.
Als Dauerdosis ohne ärztliche Kontrolle ja – das liegt weit über dem EFSA-Wert von 4.000 IE. In einer Studie über drei Jahre war die Knochendichte darunter etwas geringer als mit 400 IE, und häufiger trat zu viel Calcium im Urin auf.
Vor allem Vitamin D, denn zwischen Oktober und März bildet die Haut in unseren Breiten kaum eigenes Vitamin D. Für das Immunsystem passen Vitamin C, Zink und Selen dazu: Vitamin D, Vitamin C, Zink und Selen tragen zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Im Immun Komplex von bleeme. stecken alle vier in 1 Kapsel: 2.500 IE Vitamin D3, 300mg Vitamin C, 10mg Zink und 55,35µg Selen, dazu 101,76µg Vitamin K2 als MK-7; du nimmst sie morgens oder mittags zu einer fetthaltigen Mahlzeit, nicht nach 15 Uhr. Kennst du deinen 25-OH-D-Wert nicht, lass ihn bestimmen; nimm kein zweites Vitamin-D-Präparat dazu, und bei Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar klärst du die Einnahme vorher ärztlich ab. In Schwangerschaft und Stillzeit nimmst du ihn nur nach Rücksprache; mit dem Männer Komplex kombinierst du ihn nicht, weil der ebenfalls Vitamin D3, K2, Zink und Selen enthält. Mehr zum Vitamin-D-Wert: Vitamin-D-Mangel im Winter.
Der Immun Komplex enthält pro Kapsel 2.500 IE Vitamin D3, 101,76µg Vitamin K2 als MK-7 mit 99 % all-trans, 10mg Zink als Bisglycinat, 300mg Vitamin C und 55,35µg Selen. Als Trägerfett ist MCT aus Kokosöl enthalten.
Für welchen Bedarf diese Kombination gedacht ist: Wenn du im Winter kaum Sonne abbekommst und überwiegend drinnen arbeitest, liegt die Kombination aus Vitamin D, Vitamin C, Zink und Selen nahe, denn alle vier tragen zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Im Immun Komplex stecken sie in einer Kapsel statt in vier Dosen: Vitamin D3 mit 1.250 % NRV, Vitamin C mit 375 %, Zink mit 100 % und Selen mit 101 % NRV, dazu Vitamin K2 mit 136 % NRV. Nimmst du zusätzlich den Darm Komplex, dann ihn nüchtern vor dem Frühstück und den Immun Komplex zum Essen; zusammen kommst du auf 15mg Zink am Tag.
Beim K2 nennen wir die beiden Angaben, die den Unterschied ausmachen: die Form MK-7 und den Anteil der biologisch aktiven all-trans-Form: 99 %. Beides fehlt auf vielen Etiketten. Das Verhältnis liegt bei rund 41µg K2 je 1.000 IE D3 und damit über der verbreiteten Faustregel; das ist eine bewusste Entscheidung, keine Rundungsfrage.
Und der praktische Teil: Diese Kapsel ist für Menschen gedacht, die ihren Bedarf kennen oder in den sonnenarmen Monaten gezielt auffüllen möchten. Wenn du nicht weißt, wo dein 25-OH-D-Wert liegt, lass ihn bestimmen – am besten am Ende des Winters. Und wenn du bereits ein anderes Vitamin-D-Präparat nimmst, zähl beide zusammen, bevor du sie kombinierst.
So passt der Immun Komplex in deinen Tag: 1 Kapsel morgens oder mittags zu einer fetthaltigen Mahlzeit, nicht nach 15 Uhr, und D3, K2, Zink, Vitamin C und Selen sind erledigt. Magnesium steckt nicht drin. Nimmst du Magnesium dazu, brauchst du keinen Abstand. Nimmst du schon den Männer Komplex, kombiniere die beiden nicht, denn er enthält ebenfalls Vitamin D3, K2, Zink und Selen. Eine Dose mit 90 Kapseln reicht 90 Tage und kostet 34,95 €, also 0,39 € am Tag. Zum Immun Komplex: Vitamin D3 K2 mit Zink in 1 Kapsel →
Alle unsere Kapseln mit Vitamin D3 und K2 im Vergleich: Vitamin D3 K2 Kapseln
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.